2015 – Plitvicer Seen, 5-Tagesausfahrt

2015 – Plitvicer Seen, 5-Tagesausfahrt

Vernunft ist gut.

Wer nur vernünftig lebt, versäumt die schönsten Momente des Lebens.

STIMSUG RETEP, Niew 2015.

Donnerstag, 21.05.2015

Von 21 Teilnehmern zählen sich 11 zu den „Vernünftigen“ – sie werden diese Reise als Autofahrer bestreiten. Ein E 46 Cabrio wird die Einspurigen begleiten. 10 Personen kommen mit acht Motorrädern zum Start bei der Bäckerei Schwarz. Entgegen den Wetterprognosen regnet es nicht, die Temperaturen während des Tags werden sich zwischen 10° und 14°C bewegen. Über den Wechsel Richtung Süden, nach einer Rast in der Südsteiermark über die Grenze nach Slowenien, auf kurvigen Straßen in wunderbarer Hügellandschaft Richtung Celje, zum ersten Quartier. Etwas Regen und eine gatschig-rutschige Schotterstraße auf den letzten Kilometern sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit. Bei den Einspurigen. Die Vernünftigen haben die Zimmer bereits bezogen, für einige Unvernünftige gibt es hier keine freien Zimmer mehr, aber, wie vorgesehen, einige Kilometer weiter, in Lasko, einen gemütlichen Familiengasthof mit guter Küche. Und Zimmer.

Freitag, 22.05.2015

Treffen der Einspurigen und des E 46 in Lasko. Es wird nahezu die gesamte Fahrt in zeitweise strömendem Regen stattfinden. Grenzübertritt nach Kroatien auf einer schmalen Nebenstraße.
Der Grenzposten ist völlig erstaunt, dass jemand kommt. Noch dazu ein BMW E 46 Cabrio (mit geschlossenem Dach) und eine Reihe von Motorrädern. Er lässt sich von triefendnassen Gestalten alle Pässe zeigen. Die Gruppe der Unverwüstlichen verwandelt bei einer späten Mittagspause eine Pizzeria in eine Nasszelle. Eine Pizza reicht für vier Personen. LKW-Lenkräder sind nur etwas kleiner. Ein geschäftstüchtiger Mann bietet uns Appartements, wenn gewünscht auch auf Krk, an. Von der Landschaft bekommen die Einspurigen heute nicht viel mit, endlich erreichen auch sie
Plitvicka. 21 Personen, auf drei nebeneinander liegende Hotels verteilt, treffen abends im großen, schönen Speisesaal des Hotel Plitvice zusammen und genießen gutes Essen und Trinken. Und vor allem Trockenheit.

Samstag, 23.05.2015

Kein Regen! Ideal, um die Seenlandschaft zu durchwandern. Mit einem Bus zum obersten See, über noch nasse, rutschige Treppelwege und Waldpfade, vorbei an Kaskaden, Wasserfällen, herrlichen Landschaften geht es gemütlich bergab. Wie in den Hotels wähnen wir uns bei der in der Mitte des Wegs gelegenen Raststation in Japan. Europäische Touristen bilden die vernachlässigbare Ausnahme. Hunderte Fotos später, am Ende der mehrstündigen Wanderung, setzt wieder leichter Regen ein. Timing ist alles. Das Abendessen, erwartungsgemäß sehr gut, klingt nach diesem wunderschönen Tag unterhaltsam aus.

Sonntag, 24.05.2015

Morgendlicher Regen endet bei der Abfahrt. Nun können wir die Strecke, die Landschaft genießen. Ja, es scheint meist sogar die Sonne! Bis 20°C! Neben einer Raststation bietet das Kettenglied eines Panzerwracks einer Schnecke Quartier. Ihr Domizil muss Vorbild für den Wohnpark Alt-Erlaa gewesen sein. Die zweite Pause genießt die Cabrio-und-Einspurigen-Gruppe auf einem malerischen Platz in einer Kleinstadt nahe Zagreb. Nach dem Grenzübertritt Kroatien/Slowenien, einigen Schotterpfaden und einigen „Route wurde verlassen, neu berechnen“ nähern wir uns auf raumhaften Hügelgüterwegen den beiden Quartieren, die wir von vergangenem Donnerstag kennen. Spätestens heute haben wir festgestellt, dass diese Gegend in Zukunft die eine oder andere Mehrtagesausfahrt wert sein wird!

Montag, 25.05.2015

Trocken! Richtung Norden, Richtung Österreich, als Schmankerl: die Soboth. Nahrhafte Mittagspause auf der Terrasse des Roschitzhofs. Nach Eibiswald Richtung Graz, dann Weiz, Birkfeld Richtung Alpl. Letzte Rast bei Strudel und Kaffee im Roseggerhof, dann geht es nach Hause. Auch an diesem letzten Tag: Sehr gutes Motorradwetter (trocken, nicht heiß). Vielen Dank an Andy und Ewald für diese gelungene Mehrtages-Ausfahrt zu einem der schönsten Naturschutzparks! Für das wirklich miese Wetter des zweiten Tages können sie nichts, alle anderen vier Tage haben wir genossen. Besonders jene, die diesmal vielleicht nicht ganz so vernünftig wie andere waren, aber umso mehr Schönes erlebt haben.